Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Die Hafenbetriebsgesellschaft (HBG) in Friedrichskoog

ist aufgrund einer Idee entstanden, die früh in der BIHZ, aber durchaus auch darüber hinaus, diskutiert wurde. Sie entstand, als sich abzeichnete, dass es generell eine solche Gesellschaft geben könnte (und das war schon 2010 der Fall), um den Hafen zu betreiben und damit zu retten, und als sich gleichzeitig mehrere Friedrichskooger einig waren: Diese Sache müssen wir selbst in die Hand nehmen! Angenommen wurde nämlich, dass ein Unternehmen, das von außen hätte kommen können, um den Hafenerhalt per "Hafenwind" umzusetzen, möglicherweise nicht mit dem Herzblut den Erhalt des Hafens verfolgt hätte, wie es den Friedrichskoogern ein Anliegen war und ist - nach dem Motto: Das sollten die tun, die sich damit auskennen... Inzwischen ist die HBG weit gediehen, und so sollen an dieser Stelle Informationen veröffentlicht werden, um eine gemeinsame Basis zu schaffen. (Stand: 13.November 2012)


11. November 2012, 8 Uhr, Probefahrt mit dem "Hafenretter". Dazu der Bericht aus der Marner Zeitung vom 13.11.2012:

Seit einem Monat etwa ist sie endlich da, die Genehmigung aus Husum und Kiel für den Friedrichskooger „Hafenretter“, den Schlepper, den Bürgermeister Gerd Dethlefs im Juli kaufte. Mit ihm soll die Befahrbarkeit des Hafenpriels verbessert werden.

Dass das allein nicht genügen wird, bekräftigte auch Diplom-Ingenieur Dieter Giersch, der am Sonntag eine Probefahrt mit dem Hafenretter mitmachte. Der Experte für Nassbaggerei hat internationale Erfahrungen gesammelt, von China bis in die Staaten und von Dubai bis Glückstadt, woher er kommt. Giersch ist beratend tätig und bestätigte die Friedrichskooger nun in ihrer Ansicht, dass gebaggert werden muss und kann. „Es wäre idiotisch, diesen Hafen zuzuschütten“, betonte der Baggerexperte, der aus Erfahrung weiß: „Für jedes Problem gibt es eine Lösung.“

Henning Johannßen und Hartmut Marscheider von der Hafenbetriebsgesellschaft (HBG) hatten Giersch gemeinsam mit dem Bürgermeister eingeladen und zeigten sich sehr an der modernen Baggertechnik interessiert. Obwohl die notwendigen finanziellen Vorzeichen noch fehlen, nachdem nicht alle in Kiel beantragten Wind-Flächen genehmigt wurden, treibt die HBG dennoch das Thema Hafenrettung voran, informiert sich und holt Experten in den Koog, um sich weiter vorzubereiten.

Ein entsprechendes Signal hatte Gerd Dethlefs schon mit dem Erwerb des Rhein-Schleppers gesetzt. Immer in dem Glauben, dass Friedrichskoog die Hafenrettung gelingt, wurde das Schiff, dass einmal einen Tiefengrubber durch den Hafenpriel ziehen soll, um den harten Sand vom Grund zu lösen, gekauft. Der Bürgermeister erfuhr dann „eine Wahnsinns-Unterstützung“, wie er gerührt aufzählt. Den August über bis Mitte September wurde der Hafenretter entrostet und komplett gemalt. Dazu kamen nicht nur Helfer. Es wurden Maler engagiert und bezahlt, Farben, andere Materialien und Arbeitsstunden gestiftet. Allein eine Dieselladung umfasst 3500 Liter, und auch dafür fanden sich schon Sponsoren, die einen Anteil übernahmen.

Vier Kapitäne stehen ebenfalls bereit. Erfahrene pensionierte Fischer werden jeweils zu zweit den Hafenpriel eggen, wenn das Schiff dann umgebaut ist. Letzteres ist noch nicht der Fall, aber im Werden. Fahren wollen Herbert Rohwedder, Reinhard Harders, Axel Rohwedder und Klaus Jesaitis. Die ersten drei saßen jetzt am Wochenende nacheinander am Steuer. Hebbi Rohwedder meinte dazu: „Es fährt sich gut, ist aber auch ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Sonst sind wir mit einer Schraube gefahren. Der Hafenretter hat zwei.“ Dass das mehr Wendigkeit bedeutet, erlebten alle Mitfahrenden auf der Probefahrt.

25. Oktober 2012, 19 Uhr, 43. Sitzung der Gemeindevertretung, Thema: Businessplan

  • Tagesordnungspunkt 11: Erhalt des Friedrichskooger Fischereihafens; Zustimmung der Gemeinde Friedrichskoog zum Betreiber- und Finanzierungskonzept der Hafenbetriebsgesellschaft Friedrichskoog mbH & Co. KG als Grundlage zur Übernahme des Landeshafens in die gemeindliche Trägerschaft - Eine ausführliche Sitzungsvorlage kann unter "VO 2012/0300" auf der Internetseite des Amtes Marne-Nordsee (www.amt-marne-nordsee.de) unter "Bürgerservice/Sitzungskalender" und dem oben genannten Datum eingesehen werden.
  • Beschlossen wurde:

    "Die Gemeindevertretung Friedrichskoog beschließt den dieser Niederschrift als Anlage 2 beigefügten Businessplan (Version 5.1) der Hafenbetriebsgesellschaft Friedrichskoog mbH & Co. KG ohne die Seite 32 als belastbares und schlüssiges Finanzierungskonzept zum Erhalt und zur Übernahme des Friedrichskooger Fischereihafens in das kommunale Eigentum sowie Trägerschaft anzuerkennen, zu übernehmen und dem Land Schleswig-Holstein zeitnah unter Bekräftigung des kommunalen Übernahmewillens zur Prüfung der landeseigenen Übertragungsentscheidung vorzulegen.

    Der Bürgermeister wird gebeten, mit der Vorlage des Finanzkonzeptes, auf die besondere Bedeutung der Fläche 1 (nördlich der Schulstraße-Mitte) als ausgewiesenes Windenergieeignungsgebiet für den Erfolg des Gesamtprojekts hinzuweisen.

    Die Gemeindevertretung erwartet weiterhin von der Hafenbetriebsgesellschaft Friedrichskoog mbH & Co. KG, dass im Falle des unerwarteten Scheiterns der Hafenübernahme oder der späteren Einstellung des Hafenbetriebes nach einer Übernahme die Hafenbetriebsgesellschaft dafür Sorge trägt, dass ein Ertragsüberschuss aus der Windenergie für andere noch zu benennende kommunale Zwecke zur Verfügung gestellt wird.

    Stimmverhältnis: 13 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme"

17. Oktober 2012, 13 Uhr, Landtagsabgeordneter Oliver Kumbartzky kommt mit Christopher Vogt (Stv. FDP-Fraktionsvorsitzender, wirtschafts- und verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Landtags) zu einem Informationsgespräch