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Wie der "Hafen" und der "Wind" zusammenfanden und wie daraus die Hafenbetriebsgesellschaft (HBG) in Friedrichskoog wurde, wird an dieser Stelle dargestellt.

Die HBG hat freundlicherweise folgende Zusammenfassung zur Verfügung gestellt:

Historie des Projektes "Hafenwind" (Stand: November 2012)

Die Initiative Rettung des Friedrichskooger Fischereihafens über die Finanzierung aus Erträgen der Windenergie beinhaltet eigentlich zwei Projekte wie der Name Hafenwind bereits vermuten lässt nämlich erstens den Hafenbetrieb und zweitens den Windpark.

2009 Die Gemeinde Friedrichskoog meldet eine Fläche zur Windenergienutzung beim Land Schleswig-Holstein an die Fläche entspricht dem heutigen Teilgebiet 3. Die dort realisierten WEA-Standorte sollen gemäß Beschluss der GV für ein Bürgerwindprojekt vorgesehen werden.

2010 Da das Projekt Bürgerwind ins Stocken gerät, beschließen zwei der betroffenen Landeigentümer der Flächen in Teilgebiet 3 (Daniel Peters und Thorben Wichmann), selbst die Initiative zu übernehmen und gründen gemeinsam mit zwei weiteren Partnern aus Friedrichskoog  (Hartmut Marscheider und Henning Johannßen) eine Bürgerwindgesellschaft.

2010 Die Hiobsbotschaft Schließung des Friedrichskooger Fischereihafens erreicht die Bürger Friedrichskoog. Es gründet sich die Bürgerinitiative Hafen-Zukunft (BIHZ) als Protestbewegung gegen die Pläne der Landesregierung.

Ende 2010In einer öffentlichen Infoveranstaltung werden die Bürger Friedrichskoogs von den Privatinitiatoren über das Vorhaben Bürgerwindpark informiert. Ziel ist es, das Interesse einer Beteiligung abzufragen. Der Bürgermeister und die Gemeinde-vertretung wurden im Vorwege informiert und über das Ergebnis in Kenntnis gesetzt. Die Resonanzen waren positiv, sodass die weiteren Schritte für eine Umsetzung des Projektes Bürgerwind sehr realistisch erschienen.

Ende 2010 Innerhalb der Gemeindevertretung wird die Idee geboren, den defizitären Hafen mit Erträgen aus der Windenergie zu retten. Hierzu sollen neue Flächen als sogenannte Windenergieeignungsflächen angemeldet werden. Der Vorschlag wird positiv aufgenommen. Die Gemeinde lässt von einer Fachfirma prüfen, welche zusätzlichen Flächen als Windenergieeignungsflächen in Frage kommen könnten.

01.2011Die Gemeinde Friedrichskoog unterbreitet den Landeigentümern der in Frage kommenden Windflächen eine Vertragsangebot zur Abtretung dieser Flächen für die gemeindliche Nutzung für das Projekt Hafenwind. Das Vertragsangebot wird in der vorgelegten Form von den Landeigentümern abgelehnt.

2011  Alle bisherigen Windprojekte (sowohl Repowering als auch Bürgerwind) sind wegen des Themas Hafenschließung vorerst auf Eis gelegt. Es wird viel diskutiert und demonstriert.

08.2011 Da das Damoklesschwert Hafenschließung mit einem konkreten Termin verknüpft ist, nämlich Herbst 2012, und weiterhin innerhalb der Gemeinde mit Ausnahme der Aktivitäten der BIHZ nichts Konkretes passiert ist, wird aus einer privaten Initiative heraus die Hafenbetriebsgesellschaft GmbH & Co. KG (HBG) gegründet. Initiatoren und Gründer sind die gleichen Personen, die bereits in 2010 die Bürgerwindgesellschaft gegründet hatten, nämlich Hartmut Marscheider, Henning Johannßen, Thorben Wichmann und Daniel Peters.

09.2011 Erste Nutzungsverträge (Pachtverträge) mit Landeigentümern der in Frage kommenden Flächen werden mit der HBG abgeschlossen.

11.2011Die Nachmeldung von potentiellen Windflächen für die Ausweisung durch das Land Schleswig-Holstein ist mit Datum 15.11.2011 terminiert. Da die HBG jedoch absehbar bis dahin nicht alle Verträge mit den Landeigentümern und Alt-WEA-Betreibern unter Dach und Fach haben wird, hat die Gemeinde Friedrichskoog noch im Oktober 2011 vom Land Schleswig-Holstein eine Sonderfrist bis zum 31.12.2011 für die Nachmeldung der Flächen erhalten.

12.2011In dramatischen Verhandlungen multilateral zwischen GV, HBG, Landeigentümern und Alt-WEA-Betreibern werden bis Ende Dezember die notwendigen Verträge geschlossen, sodass die GV die Nachmeldung der Windflächen am 30.12.2011 an die zuständigen Stellen bei der Landesplanung in Kiel noch fristgerecht beantragen kann.

01.2012Alle Nutzungsverträge zwischen der HBG und den Landeigentümern werden dem Bürgermeister und der Amtsverwaltung in Kopie (CD-ROM) zur Prüfung zur Verfügung gestellt. Die Einsicht in die Originalverträge (Bürgermeister und der Amtsleiter) erfolgte bereits am 28.12.2011.

02.2012Es werden Gespräche geführt (GV, Amt, BIHZ) mit den zuständigen Stellen der Landesregierung Schleswig-Holstein. Die Gemeinde Friedrichskoog hat bis zum 30.06.2012 Zeit, die Übernahme des Hafens in die eigene Trägerschaft zu erklären.

02.2012 Es werden Gespräche geführt (GV, Amt, HBG) mit dem Energieversorger Vattenfall als möglichen Investor und Finanziere des Projektes.

03.2012In einer Informationsveranstaltung werden alle Bürger Friedrichskoogs und Interessierte von der HBG über den aktuellen Sachstand informiert. Es wird gleichzeitig die Beteiligungsbereitschaft von Investoren (Privatpersonen oder Gewerbetreibende) abgefragt, da zu diesem Zeitpunkt noch der Plan besteht, alle interessierten Bürger die Möglichkeit zur Unterstützung des Projektes einzuräumen, um so die Finanzierung des Projektes aus dem örtlichen Umfeld heraus zu bewerkstelligen. Das Ergebnis der Umfrage zur Beteiligungsbereitschaft war sehr zurückhaltend. Es meldeten sich 35 Interessierte.