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6. Januar 2011: Artikel im Abendblatt

Thema: Schleswig-Holstein will seine Landeshäfen an der Nordsee loswerden

von Ulf B. Christen                       Abendblatt, 6. Januar 2011

Schleswig-Holstein will seine Landeshäfen an der Nordsee loswerden und meldet erste Erfolge.

Der Hafen in Friedrichskoog wird spätestens 2012 abgewickelt. Fortschritte gibt es auch in den Verhandlungen über den Ausstieg aus vier weiteren Landeshäfen, den in Glückstadt, Tönning, Husum und Friedrichstadt. “Ich bin zuversichtlich, dass wir auch hier zu einer Lösung kommen, die den Landeshaushalt nennenswert entlastet”, sagte Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU) dem Abendblatt.


Bereits unter Dach und Fach ist der Deal mit den Dithmarschern, die Vereinbarung über Friedrichskoog. Darin räumt das Land dem kleinen Fischerhafen eine Gnadenfrist bis zum 30. September 2012 ein. Danach wird der Hafen geschlossen, falls nicht ein Unternehmen oder die Gemeinde Friedrichskoog selbst einspringt und die Kosten von gut 700 000 Euro im Jahr für Hafenmeister, Betrieb und Baggerarbeiten übernimmt.


Die Vereinbarung mit dem Land wird von der Friedrichskooger Bürgerinitiative, die mit Kutterfahrten für ihren Hafen stritt, als Teilerfolg gesehen. “Wir werden weiter für den Hafen kämpfen”, sagte Initiativen-Sprecher Uwe Marscheider. Der Hafen sei das Herz des Ortes, locke viele Urlaubsgäste an und sichere mehr als 180 Jobs. In Friedrichskoog ruhen jetzt alle Hoffnungen auf einem ungewöhnlichen Rettungskonzept für den Hafen.


Die Gemeinde, so die Überlegung, könnte auf eigener Fläche drei große Windrotoren aufstellen und aus den Stromeinnahmen den Hafenbetrieb finanzieren. Es gebe allerdings einen Haken, so Marscheider. Dort, wo die Rotoren sich drehen sollen, dürfen eigentlich keine Windräder stehen. “Das Land muss hier ein Auge zudrücken.”


In den anderen Landeshäfen schlagen die Wellen nicht so hoch. Das Ministerium will die Einrichtungen nicht schließen, sondern an die Kommune oder einen Privatbetreiber abtreten. Über die Konditionen wird hinter verschlossenen Türen gefeilscht, in Glückstadt offenbar mit Erfolg. Die Verhandlungen über die Abgabe des Binnenhafens an die Stadt seien “auf der Zielgeraden”, bestätigte Ministeriumssprecher Harald Haase.


Gerade begonnen haben die Gespräche über den Glückstädter Außenhafen, den die Brunsbüttel Ports GmbH im Landesauftrag managt. Das Privatunternehmen, das vor zehn Jahren den Landeshafen Brunsbüttel übernahm und ausbaute, habe an dem Außenhafen Interesse, sagte Geschäftsführer Frank Schnabel dem Abendblatt. Gemessen an Brunsbüttel, dem größten Hafen an der Westküste, spielt Glückstadt allerdings kaum eine Rolle. Der Außenhafen dient vor allem als Umschlagsplatz für die regionale Wirtschaft, kam bisher nur über die Runden, weil das Land die teure Hafeninfrastruktur bezahlte.


Im Landeshaus ist es ein offenes Geheimnis, dass einige Landeshäfen eher Ladenhüter und ohne ordentliche Mitgift kaum loszuschlagen sind. Bestes Beispiel ist der schmucke Hafen in Tönning. Dort legen seit dem Bau des Eidersperrwerks 1973 vor allem Ausflugsschiffe und Sportboote an. Das Land hat den Hafen inzwischen an den Yachtclub Tönning verpachtet, muss als Besitzer aber weiter für die Instandhaltung aufkommen. Sie verschlingt im Schnitt bis zu 100 000 Euro im Jahr.


In Tönning wird das Angebot, den Hafen zu übernehmen, deshalb sehr genau geprüft. “Wir können uns das vorstellen, müssen aber über die Bedingungen reden”, sagte der Leiter des Hauptamtes, Heinrich Pieper. Sorgen bereiten ihm etwa einige Spundwände, die teuer erneuert werden müssen. Pieper sieht hier das Land in der Pflicht und möchte am liebsten auch künftig alle Rechnungen nach Kiel durchreichen.


In Husum ist keine schnelle Lösung in Sicht, jedenfalls nicht für den Außenhafen. Er müsste teuer ausgebaggert werden, um den Umschlag zu erhöhen. Besser steht es um den Binnenhafen, der mit Geschäften und Fischrestaurants viele Gäste anlockt. Das Schmuckstück ist an einen Verein verpachtet.

Erste Gespräche hat das Land auch mit Friedrichstadt geführt, dessen Hafen überschaubar ist. Er besteht aus einer Schleuse mit kurzer Kaikante.


Klar ist, dass Kiel an der Westküste mit Büsum einen großen Landeshafen behalten und ausbauen will. Die Städte an der Ostsee sind vom Rückzug des Landes aus seinen Häfen nicht betroffen. Kiel hat einen eigenen großen Stadthafen, und in Lübeck hat das Land traditionell nichts zu melden. Hafenpolitik wird in der Bürgerschaft gemacht.


17. Dezember 2010: Artikel in der Marner Zeitung/Boyens Medien

Thema: Amtsausschuss

Dieser Scan wird 2011 noch einmal eine Rolle spielen... (großformatiger unter Fotos.../Infos... Seite 2)




4. November 2010: Artikel in der Marner bzw. Brunsbütteler Zeitung/Boyens Medien

Thema: Interview mit Wolfgang Kubicki (Artikel gescannt und unter Fotos.../ Infos zu sehen)

So muss es aussehen, wenn man der Gemeinde helfen will. Wahlkampf hin oder her... Friedrichskoog braucht Hilfe, um seinen Hafen erhalten zu können.

3. November 2010: Die Zeit

Titel: Peter Harry und die Krabbenfischer

Die Landesregierung von Schleswig-Holstein will sparen – und deshalb fünf Nordseehäfen loswerden.

  • Von: Andreas Hilmer
  • Datum: 3.11.2010 - 09:04 Uhr

Kutterdemo in der Nordsee. Ein Polizeiboot mit dem Ministerpräsidenten ist umzingelt. »Peter Harry, du bist unser Totengräber!«, ruft jemand – in Schleswig-Holstein duzt man seinen Regierungschef. Auch im Hafen von Friedrichskoog ist die Kritik an Peter Harry Carstensen (CDU) groß, abzulesen an einem dort aufgestellten schwarzen Sarg: »Hier ruht unser Vertrauen in Dich« steht etwas holprig drauf. Seit Wochen zieren Parolen für den Erhalt des Hafens die Vorgärten.

Unverständnis auf jedem Kutter: »Im Ministerium hat man doch von der Materie keine Ahnung«, regt sich Krabbenfischer Marko Rohwedder in breitem Küstendialekt auf und zieht dann – wie schon sein Vater und Großvater vor ihm – die Fangnetze ganz flach über den Meeresgrund. Nordseegold nennt er seine salzigen Krabben. »Jeder hier an der Küste kennt sich mit Fischen, Bewässerung und Wattenmeer besser aus als die Politiker, die uns jetzt den Hafen dichtmachen wollen.« Dann kocht er den Fang noch an Bord kurz ab, damit sich die Schale vom Fleisch löst. »Aus dem Anzug holen« heißt das hier.

Im 2500-Seelen-Nest Friedrichskoog fürchten sie die Schließung des Hafens

Den Sturmfluten haben sie in Friedrichskoog immer getrotzt, jetzt aber droht Gefahr von Land. Geht es nach Sparvorschlägen des Kieler Wirtschaftsministeriums, sticht hier bald niemand mehr in See. Ausflügler dürften wegbleiben, 180 Arbeitsplätze seien in Gefahr, kritisiert die Opposition.

Kiel, im Büro von Wirtschaftsminister Jost de Jager, direkt an der Förde gelegen. Die schwarz-gelbe Landesregierung, der de Jager (CDU) angehört, hat derzeit viele Baustellen. Da ist die Debatte um Neuwahlen, die das Landesverfassungsgericht gerade erst angeordnet hat. Da ist die Nachfolge für den Posten des Ministerpräsidenten, da Carstensen nicht wieder antreten will. Und da sind die Sparpläne der inzwischen nur noch »geschäftsführenden« Regierung. Bis 2019 will sie 1,25 Milliarden Euro einsparen.

Ein ehrgeiziges Ziel. Und so setzt das Wirtschaftsministerium überall, wo es nur geht, hektisch auf einen Dreiklang: privatisieren, kommunalisieren oder schließen. Der Universität in Kiel wollte man an den Kragen, den seit Jahren stillgelegten Flughafen in Kiel und die dortige Uni-Klinik will man abstoßen – und auch fünf landeseigene Nordseehäfen sind ins Visier geraten. »Wir haben uns gefragt: Ist es in Zeiten knapper Kassen Aufgabe des Landes, selber Häfen zu betreiben?«, erklärt Wirtschaftsminister de Jager. Seine Antwort: »bei rückläufiger Nutzung besser nicht«. Er würde den Hafen in Friedrichskoog am liebsten privatisieren – auf dass ihn ein Investor doch irgendwie billiger betreibe. Gemeldet hat sich bislang aber niemand. Und so droht Friedrichskoog als einzigem der fünf Häfen unmittelbar die Schließung; für die Häfen in Tönning, Husum, Glückstadt und Friedrichstadt hingegen hofft Kiel weiter, die Kommunen oder Investoren begeistern zu können.

Knapp 700.000 Euro kostet Friedrichskoogs Hafen pro Jahr. Würde er aber geschlossen, entstünden hohe Folgekosten, argumentieren die Gegner. Die ganze Region besteht aus sogenannten Koogen – dem Meer abgerungenem Neuland. Nun müssten zum Beispiel Kooge, auf denen heute riesige Kohlfelder stehen, weiter teuer entwässert werden. Das leistete bisher, ganz ökologisch, der Hafen, der mit dem zu ihm führenden Kanal den Gezeiten Raum bietet und dem Salzwasser das Abfließen ermöglicht. Die berühmte Seehundaufzuchtstation wiederum bezieht ihr Salzwasser aus dem Hafen. Dann sind da eine gerade erst mit Millionensubventionen gebaute Erlebnishalle, die um Besucher kämpft, sowie weitere Betriebe, die vom Tourismus leben.

Das größte Problem kommt aus der Nachbarschaft: Der Stadtstaat Hamburg baggert die Elbe für Containerschiffe aus, kippt den Sand vor Friedrichskoog ins Meer – und dort fehlt das Geld, den langsam verlandenden Hafen frei zu baggern. »Eigentlich ist Hamburg auch Teil unseres Problems, es müsste uns finanziell helfen«, macht sich Friedrichskoogs Bürgermeister Gerd Dethlefs Luft und fährt mit dem Finger über eine Karte der Elbmündung.

Im 2500-Seelen-Nest hinterm Deich haben sich Jung und Alt zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen. Kaum eine Woche vergeht ohne Kutterfahrt, Fackeldemo oder Marsch auf die Landeshauptstadt. Ein Leben ohne den Hafen mag man sich in Friedrichskoog gar nicht erst vorstellen. »Dann wächst hier das Gras auf der Straße«, sagt der Bürgermeister schulterzuckend. »Dann können wir hier alle einpacken, es wäre der Todesstoß«, ergänzt Dirk Eggers, Sprecher der Bürgerinitiative »Zukunft Hafen«.

Für das Wirtschaftsministerium stehen solchen »Partikularinteressen« schlicht grundsätzliche Erwägungen entgegen. »Sparen, ohne dass es irgendwo wehtut, ist kein Sparen. Meine Aufgabe ist es eben, jedes Jahr 125 Millionen Euro weniger auszugeben«, wehrt Minister de Jager alle Anwürfe ab. Aber was ist mit dem im Zweifel neu zu finanzierenden Entwässerungswerk? Der Seehundstation? Dem Tourismusrückgang – und den Fischern ohne Heimathafen? »Ach was, alles Unterstellungen! Wer sagt denn überhaupt, dass bei einer Hafenschließung alles so kommen muss?«, fragt de Jager. Antwort: zum Beispiel sein Amtsvorgänger und CDU-Parteifreund Dietrich Austermann, der selbst von der Nordseeküste stammt: »Mit der Hafenschließung schadet man massiv einer schon strukturschwachen Region. Das ist nicht nur bitter, sondern auch unvernünftig, es gibt auch andere Lösungen.« CDU gegen CDU. In Austermanns Zeit als Wirtschaftsminister hatte man die Region mühsam mit Investitionen aufgepäppelt.

Im fernen Kiel, glauben die Bürger, interessiert sich keiner für die Nordsee

Im Dezember soll der Sparentwurf in Kiel beschlossen werden. Plötzlich ist die Hafenschließung auch Chefsache. Jüngst waren Bürgermeister Dethlefs und seine Mitstreiter zu ihrem Ministerpräsidenten geladen. »Peter Harry hat uns gleich zu Anfang gebeten, doch bitte die nächste Demonstration abzusagen. Das war sein größtes Problem«, fasst Dirk Eggers das Treffen zusammen. »Und danach wollte man die Trägerschaft für den Hafen am liebsten ab sofort unserer Gemeinde übertragen. Mit ein paar Zuschüssen sollten wir mal selbst rumprobieren. Motto: Macht mal, Hauptsache, es ist Ruhe! Aber wir lassen uns den Schwarzen Peter nicht zuschieben.«

Noch fahren Kutter in den kleinen Hafen an der Nordsee, den die einen brauchen und die anderen schließen wollen. Allzu groß sind die Hoffnungen an der Küste nicht. Schleswig-Holsteins Landesregierung, so kalauert man gern, sitze in Kiel eben immer mit dem Kopf in Richtung Ostsee und mit dem Hintern in Richtung Nordsee – und so verhalte sie sich meist dann auch.



3. November 2010: Artikel in der Marner Zeitung/Boyens Medien

Thema: Deichschau in Dithmarschen mit Schwerpunkt Friedrichskooger Hafen (Artikel gescannt und unter Fotos.../ Infos zu sehen)

Der ein oder andere in Friedrichskoog fragte sich angesichts dieses Artikels allerdings, auf welcher Seite unser lieber Herr Landrat eigentlich steht...

2. November 2010: Hafenausstellung im Internet

Hulp in nood (holländische Fischervereinigung): http://www.hulpinnood.nl/?home/a/542/

Bericht und Fotos von der Hafenausstellung:

 

Gemeenschap Friedrichskoog druk in de weer met voortbestaan haven

Zoals al eerder aangegeven, de haven van Friedrichskoog wordt bedreigd in haar voortbestaan.
Een actieve groep mensen, met o.a. Matthias Kock, druk bezig om dit onheil te keren. Zowel visserij als toerisme zijn niet gebaat bij een sluiting.
Bijgevoegde foto's van Matthias Kock geven een goed beeld van de acties die men op poten zet.
Met dank aan Henk Perdok voor de informatie en foto's...

["Hulp in nood" berichtet darüber, dass in Friedrichskoog für den Erhalt des Hafens gekämpft wird, der von der Schließung bedroht ist. Eine aktive Gruppe von Leuten um Matthias Kockversuche, das Unheil vom Hafen abzuwenden. Sowohl Fischerei als auch Tourismus wären von der Schließung betroffen. Die beigefügten Fotos von Matthias Kock gäben ein gutes Bild von den Aktivitäten wieder. Mit Dank an Henk Perdok für die Informationen und Fotos...]


2. November 2010: Info aus dem aktuellen Fischerblatt

herausgegeben vom Verband der Deutschen Kutter- und Küstenfischer e.V.:

oz-online ist die Internetpräsenz der "Ostfriesen-Zeitung". Ohne online-Zugang lässt sich die Quelle nicht finden...


9. September 2010: verschiedenen Beiträge im Internet zur Demo in Kiel

RTL Regional: Aktuelles aus der Region: "Hafenstreit. David gegen Goliath in Friedrichskoog"

NDR: Schleswig-Holstein-Magazin, 9.9.2010, Kurzbericht im Nachrichtenblock: Mediathek

RTN: http://www.rtntvnews.de/news/2169/Demowelle-gegen-Streichkonzert/

KN-Online: http://www.kn-online.de/top_themen/170613-Friedrichskooger-protestieren-vor-dem-Landtag.html


8. September 2010: www.shz.de

Thema: Carstensen will weiter für Hafen zahlen


7. September 2010: www.shz.de

Thema: Gemeinde könnte Hafen in Eigenregie betreiben


7. September 2010: Artikel in der Marner Zeitung/Boyens Medien

Thema: Galgenfrist für den Hafen? Friedrichskoog soll Einrichtung übernehmen, Land zahlt zwei Jahre lang Zuschüsse


6. September 2010: Gespräch mit Peter Harry Carstensen in Kiel

Teilnehmer: u.a. Dirk Eggers von der BIHZ, Landrat Dr. Jörn Klimant, Friedrichskoogs Bürgermeister Gerd Dethlefs, Fischervereins-Vorsitzender Dieter Voss

Das offizielle Statement:

Medien-Information 6. September 2010

Ministerpräsident Carstensen unterbreitet Vorschlag für Zukunft des Hafens
Friedrichskoog

KIEL. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen hat sich heute (6. September)
in Kiel mit Vertretern des Kreises Dithmarschen, der Gemeinde Friedrichskoog
und der Bürgerinitiative zu einem Gespräch über die Zukunft des Hafens
Friedrichkoog getroffen. Der Regierungschef erläuterte dabei die dramatische
Haushaltslage des Landes und die daraus folgende Notwendigkeit, die
Landesträgerschaft für den Hafen abzugeben.

Ein Offenhalten des Hafens, so Carstensen, sei nur in gemeinsamer
Verantwortung möglich. Er bot an, den Regierungsfraktionen einen
entsprechenden Vorschlag zu übermitteln. Ziel sei es dabei, die Trägerschaft
für den Hafen zunächst für zwei Jahre an die Gemeinde Friedrichskoog zu
übergeben. Die Sachkosten für den Betrieb des Hafens von rund 170.000 Euro
jährlich würden in dieser Zeit vom Land getragen. Außerdem werde das Land
für diese Dauer den Hafenmeister stellen und der Gemeinde die Einnahmen aus
dem Hafenbetrieb von rund 75.000 Euro jährlich überlassen.

Das Sperrwerk Friedrichskoog werde weiter durch das Land betrieben. Nach
Ablauf der Probephase, so der Vorschlag des Ministerpräsidenten, liege die
Entscheidung über eine Weiterführung des Hafens dann bei der Gemeinde.

Carstensen betonte, dass eine Umsetzung dieses Vorschlages nur im Zuge der
parlamentarischen Beratungen über den Landeshaushalt möglich sei. Er
appellierte an die Vertreter der kommunalen Seite, jetzt ein Signal zu
geben, dass eine vertragliche Vereinbarung über eine Zukunft des Hafens in
kommunaler Trägerschaft möglich sei.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Knut Peters, Rainer Thumann,
Düsternbrooker Weg 104, 24105 Kiel | Tel. 0431  988-1704 | Fax 0431
988-1977 | E-Mail: landesregierung@schleswig-holstein.de |
Medien-Informationen im Internet: www.schleswig-holstein.de | Die
Staatskanzlei im Internet: www.schleswig-holstein.de/stk | Das Landeswappen
ist gesetzlich geschützt.

Zufrieden sind wir nicht! Denn u.a. sollten wir unser Vorhaben aufgeben, am 9.9.2010 nach Kiel zu fahren, um unseren Protest auszudrücken! Kaum zu glauben, aber wahr.

 

6. September 2010: Artikel in der Marner Zeitung/Boyens Medien

Thema: Fällt heute eine Entscheidung? Delegation mit Landrat Dr. Klimant bei Ministerpräsident Carstensen in Kiel


6. September 2010: www.shz.de

Thema: Hafenprotest mit drei Bussen nach Kiel


3. September 2010: Die Welt, Wie ein Nordsee-Dorf um seinen Hafen kämpft

Im Internet zu sehen unter: http://www.welt.de/wirtschaft/article9377899/Wie-ein-Nordsee-Dorf-um-seinen-Hafen-kaempft.html

...und ob wir norddeutsche Sturköpfe sind. Denn: Mensch ist Mensch und Bundesbürger ist Bundesbürger! Egal, ob wir 2.500 sind oder 2 oder ob tatsächlich fast 16.000, die ihre Unterschrift für den Hafen gegeben haben... Unrecht bleibt Unrecht. Und eine Existenz kann nicht weniger wert sein, als die von Hunderten und Tausenden.

Das wollten wir nur mal dazu gesagt haben. Wir sind Dithmarschen, und wir sind Schleswig-Holstein, und niemand sollte uns für die kleinen Dussel von der Küste halten. Politik geht anders, als das, was man uns da aus Kiel servieren will.


2. September 2010: ndr.de, Mediathek "Menschen und Schlagzeilen", Suchwort: Friedrichskoog

Thema: Kampf um den Hafen Friedrichskoog

Der Beitrag wurde am 1. September 2010 ab 21 Uhr gesendet.

Vielen herzlichen Dank an das Team, das uns beim "Hafen in Flammen" begleitet hat! Der Beitrag kam jetzt genau richtig!! Danke!


16. August 2010: ndr.de, Mediathek "Extra 3", Suchwort: Friedrichskoog

Thema: Hafen Friedrichskoog: Teuer renoviert zur Abrissparty

Der Beitrag wurde am 15. August 2010 ab 22.30 Uhr gesendet.

Dass die Friedrichskooger aber auch so aufmüpfig sein müssen... Schönen Gruß nach Kiel!


9. und 11. August 2010: Marner Zeitung

Leserbrief aus Büsum am 9. August und Titelgeschichte am 11. August

Aus Büsum kommen inzwischen viele Solidaritätsbekundungen. Gleichzeitig steht der Ausbau des Büsumer Hafens auf dem Programm der Landesregierung. Eine paradoxe Situation.

Nachzulesen unter: "Fotos..."/ "Infos..."


31. Juli 2010: www.shz.de

Unter Nachrichten/ Lokales/ Norddeutsche Rundschau findet sich der Artikel "Hafen-Schließung in Friedrichskoog - Büsum hofft auf neue Liegeplätze"

Der Artikel ist bitte kritisch zu lesen. Denn die CDU-Fraktion teilt inzwischen mit, dass Herr Speyer den Verlauf der Sitzung nicht korrekt wiedergegeben hat. Timm Hollmann betont, dass er Holger Lichty in die Parade gefahren sei, also anderer Meinung als der SPD-Vertreter sei.


15./16./17. Juli 2010: Boyens Medien, DLZ/ Marner Zeitung

Der Artikel links erschien am 15. Juli 2010 auf der Marne-Seite, der Leserbrief in der Mitte am 16. Juli 2010 auf der Dithmarschen-Seite und der Leserbrief rechts am 17. Juli auf der Marne-Seite. Alle drei sind unter "Fotos, Listen etc." und "Infos, Listen, Flyer" großformatiger zu lesen.

         


12. Juli 2010: ndr.de, Mediathek, Suchwort: Hafen

"Schleswig-Holstein-Magazin" (19.30 Uhr), Bericht über das "Sparpaket"


10. Juli 2010: zdf.de, ZDF-Mediathek, Suchwort: Friedrichskoog

"Hammer der Woche" im "Länderspiegel" (17.05 Uhr)


6. Juli 2010: dithmarschen.de, Dithmarschen-News, Pressemitteilungen

Friedrichskoog Hafen: Dialog in der Krise

HEIDE/FRIEDRICHSKOOG (pid). Die Seezeichen zwischen Kieler Wirtschaftsministerium und Kreis Dithmarschen stehen gegenwärtig auf Sturm. Der Dialog über die Zukunft des Hafens Friedrichskoog befindet sich in der Krise. Während das Land dafür votiert, den Hafen zu schließen, um Kosten zu sparen, will der Kreis Dithmarschen unter anderen den Fischern die Einfahrt nicht versanden lassen. Der Kreis fordert eine schriftliche Rechnungslegung auf Euro und Cent, um die Möglichkeit von Kosteneinsparungen ausloten zu können. Doch das Land verweigert sich. Es ist nach Ansicht des Ministeriums "nicht zielführend, sämtliche Positionen zu belegen, um sie einer Prüfung durch die kommunale Seite zugänglich zu machen".

Geschäftsbereichsleiter Christian Rüsen: "Nur auf einer soliden Basis können wir eine tragfähige Alternative zur Schließung des Hafens vorschlagen." Doch zu groß, so heißt es in einer Mail aus dem Wirtschaftsministerium an den Geschäftsbereich Bau, Wirtschaft, Ordnung, Umwelt sei der Rechercheaufwand. Jurist Christian Rüsen: "Was mir schriftlich vorliegt, ist die Bereitschaft, das strittige Zahlenmaterial bei einem Treffen persönlich zu erläutern. Aber wie will man sinnvoll über Zahlenkolonnen sprechen, die man nicht kennt."

Für den Kreis Dithmarschen steht fest: Alle Zahlen müssen vor der nächsten Gesprächsrunde auf den Tisch. Rüsen: "Mit einer Rechnung 'Pi mal Daumen' ist es nicht getan. Eine  Matrix mit pauschalen Summen zu Sachmitteln, Personalkosten, Baggerkosten, Vermietung, Verpachtung und Hafenabgaben, wie vom Land für den Zeitraum 2007 bis 2009 vorgelegt, taugt allenfalls für ökonomische Mutmaßungen. Anknüpfungspunkte für Einsparpotenziale lassen sich daraus nicht ableiten."

Das Angebot des Wirtschaftsministeriums, dem Kreis Dithmarschen alle gewünschten Angaben liefern zu wollen, stammt vom 29. Juni 2010 und ist somit gerade mal eine Woche alt. Der Kreis bedauert, dass vom Wirtschaftsministerium offenbar ein echter Dialog von Anfang an nicht gewollt war.

Als unfair gegenüber den Menschen in Friedrichskoog und allen, die in der Region an konstruktiven Lösungen arbeiten wollen, wertet Rüsen das "unkooperative Vorgehen der Landesvertreter". Hatten doch die gleichen Vertreter des Landes den Friedrichskögern vor Ort noch versprochen, sämtliche Zahlen bereitzustellen, da das Land nichts zu verbergen habe. Eine Woche später ist die Zukunft des Hafens Friedrichskoog wieder ungewiss.

Autor: Pressestelle, 06.07.2010 
Quelle: Kreis Dithmarschen


5. Juli 2010: Boyens Medien, DLZ/ Marner Zeitung, Dithmarschen-Seite

„Folgen sind Kiel schnurzpiepegal“

Hafen Friedrichskoog: Dithmarscher Kritik an eigenen Landtagsabgeordneten

Von Jörg Lotze

Friedrichskoog – Für die vom Land beabsichtigte Schließung des Friedrichskooger Hafens hagelt es weiter Kritik aus Dithmarschen. Wilhelm Malerius (SPD) wirft Kiel vor, sich einer öffentlichen Diskussion zu verweigern. „Denen ist es offenbar piepegal, was aus Friedrichskoog wird.“

Der Vorsitzende des Dithmarscher Agrar- und Umweltausschusses und ehemalige Landtagsabgeordnete hält mit seiner Kritik nicht hinterm Berg: „Die Landesregierung scheut die öffentliche Diskussion, ihr ist das Thema offensichtlich zu heiß. Die wollen den Hafen ohne Rücksicht auf Verluste dichtmachen, um Kosten einzusparen. Was das aber für Nachteile für Friedrichskoog und unsere gesamte Region bedeutet, etwa in touristischer Hinsicht, ist denen doch vollkommen schnurz“, schimpft Malerius. Das Schwert sei zwar noch nicht ganz gefallen, der Faden wohl aber nicht mehr allzu dick. Man müsse wohl damit rechnen, dass es kurzfristig aus Kiel heiße: Zack, Ende, Feierabend. In der Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen sprach die Regierung aktuell von jährlichen Kosten im Zusammenhang mit dem Hafen von 670 000 Euro, wie Grünen-Abgeordneter Klaus Kronberg verlas. Die Summe teile sich in Personalkosten (240 000 Euro), Baggerkosten (330 000 Euro) und sonstige Betriebskosten (100 000 Euro), die unter anderem durch das Sperrwerk entstehen. Ob diese vom Land genannten Zahlen stimmen, will eine gerade gegründete Dithmarscher Arbeitsgruppe klären. Klaus Henningsen (CDU) bezweifelte schon einmal laut, dass eine Hafenschließung dem Land derart große Einsparungen bringe.

Alles andere als Begeisterung brachte Malerius auch für die vier Dithmarscher Landtagsabgeordneten Oliver Kumbartzky (FDP), Karsten Jasper (CDU), Jens-Christian Magnussen (CDU) und Detlef Buder (SPD) auf: „Meines Wissens hat keiner der Herren auch auch nur einen Antrag zur beabsichtigten Hafenschließung gestellt. Das ist mehr als traurig und macht mich wütend“, so Malerius.

Bei der Sitzung des Umweltausschusses ging es um die Frage, wie im Falle einer Hafenschließung die Entwässerung des Einzugsgebietes Friedrichskoog vonstatten gehen könnte. Für Matthias Reimers, den Geschäftsführer des Deich- und Hauptsielverbandes (DHSV) steht fest: „Unsere Vorzugsvariante ist es natürlich, den Hafenbetrieb in Friedrichskoog aufrecht zu erhalten.“ Denn bislang laufe über den Hafen die Entwässerung des gesamten Einzugsbereichs. „Das funktioniert gut, und diesen Komfort der Entwässerung wollen wir unbedingt halten“, so Reimers.

Komme es aber doch zu einer Schließung sowie Stilllegung des Sperrwerks – in diesem Fall würde der Hafen nur noch als Rückstaubecken dienen – müssten Alternativen geprüft werden, deren Realisierung aber in jedem Fall technisch aufwendig und teuer wäre. „Der Anschluss des Einzugsgebietes an das benachbarte Steertlochsiel wäre denkbar. Allerdings haben wir da jetzt schon Probleme, es müsste ein neues Schöpfwerk für vier Millionen Euro gebaut werden, welches jährliche Betriebskosten von etwa 120 000 Euro zur Folge hätte“, so Reimers. Diese und auch die Bausumme müsste aus seiner Sicht dann das Land tragen: „Das wäre zumindest unsere Forderung.“

In der ersten Umweltausschuss-Sitzung nach der Sommerpause soll das Thema wieder auf der Tagesordnung stehen. „Ich hoffe, dass die Landesregierung dann endlich mal jemanden schickt, der sich hier unseren Fragen stellt“, so Malerius. Der solle dann Rede und Antwort stehen: „Ich bin sehr gespannt, wie der seinen Kopf aus der Schlinge ziehen wird.“ Die Friedrichskooger fordert Malerius auf: „Den Protest unbedingt aufrecht erhalten.“

05.07.2010


29. Juni 2010: www1.ndr.de, Nachrichten, Schleswig-Holstein, Kurzmeldungen

Friedrichskoog: Bangen um Hafen

Ein erstes Spitzengespräch zur Rettung des Hafens Friedrichskoog im Kreis Dithmarschen hat nicht den erhofften Durchbruch gebracht. Allerdings wollen das Land und die Gemeinde ihre Verhandlungen in Kürze fortsetzen. Ziel sei eine langfristig andere Trägerschaft des Landeshafens Friedrichskoog, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums am Dienstag. Gemeinde und Kreis müssten nun Vorschläge machen, wie der Kutterhafen künftig günstiger betrieben werden kann. Ansonsten werde das Land den Hafen wegen der zu hohen Kosten wie geplant schließen.

29.06.2010 16:41